Die Deutschen, der Wald und der Käfer

Mathias Biemann, Sprecher der VCD-Regionalgruppe Rhein-Main, hat einen sehr lesenswerten Beitrag geschrieben. Darin wird die Liebe der Deutschen zum deutschen Wald beschrieben – solange er nicht einem Autobahnneubau im Wege … Weiterlesen

Kommentar nach zwei Tagen Beobachtung im Fechenheimer Wald

Freitagmorgen am dritten Tag der Räumung und Rodung des Fechenheimer Waldes

von Willi Loose

Wenn ich aus dem Fenster meiner Wohnung in Bergen schaue, blicke ich auf dichten Nebel. Es sieht aus wie in meinem Kopf nach zwei Tagen dicht am Geschehen im Wald. Aus teilweise 10 m Entfernung musste ich hilflos zusehen, wie ein*e Besetzer*in nach dem*der anderen aus den Bäumen und Baumhäusern geholt wurde. Mit einer geradezu gespenstischen Präzision der polizeilichen Kletterer, langsam und bedächtig, aber sehr zielgerichtet. Wenn die Dämmerung kam, wurde die Höhenaktionen abgebrochen.

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Polizeiliche Räumung des Fechenheimer Waldes hat begonnen

Heute Morgen um 5:00 Uhr hat die Polizeiaktion zur Räumung des Fechenheimer Waldes begonnen. Ein großes Polizeiaufgebot aus ganz Hessen hat den Wald abgeriegelt und wird sich nun daran machen, sukzessive alle Personen aus dem abgesperrten Bereich und den Baumhäusern im Wald zu holen.

Die Bürgerinitiativen rufen zur Protestkundgebung heute (18.01.2023) um 17:00 Uhr an der Mahnwache Borsigallee/Kruppstraße auf.

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Polizei setzt Räumung bis auf Weiteres aus

Das Polizeipräsidium Frankfurt hat am Freitag, 13.01.2023 mitgeteilt, dass polizeiliche Maßnahmen im Fechenheimer Wald so lange ausgesetzt sind, bis das Verwaltungsgericht Frankfurt und der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel sich mit den dort anhängigen Verfahren beschäftigt haben.

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Auf der „konfliktfreien Baustraßentrasse“ der Autobahn GmbH stehen potenzielle Brutbäume

Eine kleine Arbeitsgruppe des Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn hat Ende Dezember/Anfang Januar im Rodungsbereich des  Fechenheimer Waldes die Geokoordinaten von Eichen aufgenommen. Damit sollte die Aussage aus dem Sweco-Gutachten der Autobahn GmbH überprüft werden, ob es tatsächlich zwei schmale Trassen durch den Wald gibt, auf denen zwei Baustraßen ohne Konflikt mit potenziellen Heldbock-Brutbäumen angelegt werden könnten.

Die Baustraßen werden von der Gegenseite als vordringlich bezeichnet, weil über sie die schweren Lkw und Baufahrzeuge direkt von der bestehenden Autobahn A 66 durch den Wald in den Baustellenbereich am östlichen Tunnelmund des Riederwaldtunnels gelangen sollen. Eine Verzögerung der Rodung des angeblich „konfliktfreien Bereichs“ wird von der  Autobahn GmbH mit Kosten von  50 bis 100 Mio. Euro angegeben.

Das Ergebnis unserer Vor-Ort-Untersuchung: Auf den vorgesehenen Baustraßen-Trassen und unmittelbar daneben stehen einige wenige Eichen, die ebenfalls als potenzielle Brutbäume des Heldbock angesehen werden können.

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Autobahn vor Artenschutz – Wird die Ausnahme zur Regel

Eigentlich gelten in Deutschland strenge Artenschutzgesetze. Sie sollen seltene Tier- und Pflanzenarten schützen – wo immer sie vorkommen. Aber wenn sie einem wichtigen Bauvorhaben im Weg stehen, für das ein äußerst dringendes öffentliches Bedürfnis geltend gemacht wird, ist es schnell aus mit dem Artenschutz.

Simone Kühn, Biologin, engagierte Bürgerin aus Bornheim und Mitglied im Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn, hat ihre Gedanken vor der absehbaren (Teil)Rodung des Fechenheimer Waldes aufgeschrieben.

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Baumrodungen im Teufelsbruch

Die Bagger nähern sich unmissverständlich dem Fechenheimer Wald. Am Dienstag, 13.12., wurden zwei Bäume im Teufelsbruch, nahe der Wächtersbacher Straße, gefällt und zwei Bagger räumten den Oberboden bis zu einer … Weiterlesen